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Nachlese
RESOLUTION
»Der Vorstand des Börsenvereins möge seine Werbestelle beauftragen, in geeigneter Form […] Verständnis für die heutige Papierlage zu wecken. Die Versammlung der Hersteller hat bei ihren Beratungen erkannt, dass es zur Zeit kein wichtigeres Problem in der Buch- und Zeitschriftenherstellung gibt als die Beschaffung von Papier, und zwar zu Preisen und in Qualitäten, die der Einhaltung marktfähiger Preise und der Erfüllung aller berechtigten Haltbarkeitsansprüche dienen.
Die heutigen Papierpreise drohen das buchhändlerischer Preisgefüge zu sprengen und Verkaufspreise zu erzwingen, welche die Kaufkraft unserer Leser bei weitem überschreiten. Andererseits übersteigen die Ansprüche der Abnehmer des Verlags – Sortiment und Bücherkäufer – sehr oft das sachlich gerechtfertigte Maß.«
So die »dringenden Empfehlung« der Teilnehmer der ersten Tutzinger Arbeitstagung an den Vorstand des Börsenvereins vom 14. Juni 1951, die als »Resolution« einstimmig angenommen wurde.
[Quelle: Reprint des Tagungsheftes Tutzinger Arbeitstagung 11.-15. Juni 1951, veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft Münchener Verlagshersteller]
Wir stellen den Beitrag nicht nur augenzwinkernd ein, waren und sind Zellstoff und Papier knappe Rohstoffe. Und die Branche damals ein bedeutender Arbeitgeber! Die Situation hatte sich 1950 verschärft, als die Vereinigten Staaten überproportional Zellstoff importierten, die Märkte leerfegten und die Rohstoffpreise nach oben trieben. Wir dürfen nicht vergessen, in welchem Beziehungsgeflecht und in welcher Abhängigkeit die Branchen Print & Publishing nicht nur voneinander stehen.






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