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Nachlese

»Gibt es in der Verlagsherstellung Wege, die dem Steigen der Bücherpreise Einhalt gebieten können? Entsprechen unsere Kalkulationsmodelle noch der heutigen wirtschaftlichen Lage? Berücksichtigen wir die allgemeine Marktlage, Austattung und Publikumswünsche in ausreichendem Maße?«

So die formulierten Leitgedanken zur ersten Tutzinger Arbeitstagung, verantstaltet von der Arbeitsgemeinschaft Münchener Verlagshersteller vom 11. bis zum 15. Juni 1951. An Aktualität lässt das wenig vermissen. Und was dem Schweizer Degen stets ein besonderes Anliegen ist, war vor über einem halben Jahrhundert schon gängige Praxis, denn weiter lesen wir:

»Wir wollten nicht »unter uns« sein und wandten uns deshalb an unsere Freunde und Partner im graphischen Gewerbe, an die Buchdrucker, Chemiegraphen, Buchbinder und an die Papiermacher«.

Diese interdisziplinäre Veranstaltung hat Tradition, findet Sie seitdem jährlich statt. Nicht mehr in Tutzing, doch in Irrsee wird vom 30. April bis zum 4. Mai 2008 zur Arbeitstagung der Herstellungsleiter geladen. Auf der Webseite ist auch nachzulesen wie alles begann.

Noch ein Bonmot am Rande: es wurde wohl recht hitzig über die eklatant gestiegenen Papierpreise diskutiert und geschimpft. Mann habe sich vergegenwärtigt, »daß für das selbe kg Papier, das 1939 etwa 48 Pfennige kostete, heute [1951!] rund DM 2,50 bezahlt werden müssen …!«

Ergebnis dieser Diskussion: Eine Resolution vom 14. Juni 1951, die als dringende Empfehlung an den Vorstand des Börsenvereins erging. Sie folgt demnächst im Wortlaut …


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