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Wie werben Druckereien? Folge 1

These 1: Druckereien werben gar nicht!

Früher wurde eine Druckerei vorstellig, brachte Muster mit, die wir gemeinsam erfühlten, mit Typometer und Fadenzähler bei Normlicht betrachteten. Wir tauschten uns über hochpigmentierte Farben, die Kompensation des Punktzuwaches bei offenen Papieren, Veredelungstechniken, neue Papiere aus,  empfahlen einander unsere Partner. Kurzum: Wir lernten uns kennen, fachsimpelten und wenn die Chemie stimmte (im Druck wie im Zwischenmenschlichen), war das der Beginn einer langjährigen Partnerschaft.

Heute erhalte ich halbpersonalsierte und vollstandardisierte Anfragen per E-Mail. Die Argumente sind schwach, beliebig und austauschbar:

  • Wir agieren überregional für namhafte Kunden verschiedener Branchen.
  • Wir bieten klassischen Offsetdruckauf und Digitaldruck an.
  • Wir haben großformatige und mehrfarbige Maschinen und alle Formen der Weiterverarbeitung.
  • Wir bieten alles aus einer Hand.

Die Anfrage schließt mit der Aufforderung, ich möchte mich doch bei der Druckerei melden und einen Auftrag platzieren. Man sieht meinem »Auftrag mit Interesse entgegen«. Dabei habe ich gar keinen Auftrag. Und nun auch gar kein Interesse mehr …
Wie machen Sie es? Wie sprechen Sie Ihre Kunden an? Welches sind Ihre Vertriebsargumente? Wie unterscheiden Sie sich vom Wettbewerb?

Ihre Antworten oder ideale Antworten in Bälde …


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