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Drucker, Büchermacher oder Verleger?

Über Gutenberg, Drupa und den »Tag des Buches«

Johannes Gensfleisch, geboren um 1400 im elterlichen Gutshof zu Gutenberg, wird gemeinhin als Erfinder des Buchdrucks gefeiert. Dabei ist der klassische Buchdruck (im Hochdruckverfahren wird Farbe mittels erhabener (hochdruckender) Teile direkt auf das zu bedruckende Material aufgebracht) älter (die Chinesen druckten mittels beweglicher Lettern schon im elften Jahrhundert). Und auch die so genannten metallenen Mobillettern (einzelne, aus Blei gegossene Buchstaben) wurden nachweislich schon vor Gutenbergs Geburt eingesetzt.

Die eigentliche Innovation Gutenbergs war, den Buchdruck mittels einer Druckmaschine, der von ihm erfundenen Spindelpresse, nicht nur automatisiert, sondern das produzierte Werk, insbesondere die Gutenbergbibel darüber hinaus auch noch verlegt zu haben. 158 der 180 Exemplare habe er sogar vor der Fertigstellung veräußern können.

Auch heute noch sind Verlage als »herstellender Buchhandel« im Börsenverein des Deutschen Buchhandels vertreten. Und »Bücher herzustellen«, so Ernst Heimeran, »das sei doch das Schönste am Verlegerberuf«.

Heute freilich gibt es nur noch wenige Verleger, die in Personalunion Hersteller oder gar Drucker sind, oder wenigstens einen Verlag und eine Druckerei ihr eigen nennen können.

Einer von Ihnen ist Dr. Hans-Dieter Beck. Er ist nicht nur Verleger der Verlagsgruppe C.H. Beck (Dr. Beck verantwortet dort das Programm Recht, Wirtschaft, Steuern), sondern auch Vertretungsberechtigter Gesellschafter der Beckschen Druckerei in Nördlingen.

Es ist nahe liegend, dass er die Keynote im drupacube zum »Tag des Buches« spricht. Thema: »Online vs. Print – In der Zukunft verstärkt online!«

Der drupacube ist eine Sonderschau der Drupa, der nur alle vier Jahre stattfindenden größten internationalen Fachmesse der grafischen Industrie, die vom 29.5.-11.6.2008 in Düsseldorf über 400.000 internationalen Fachbesuchern ihre Tore öffnet.

Während der Printmesse wird der DrupaCube (www.drupacube.de), eine Messe-Premiere, als Infotainment-Center für Printbuyer erstmalig eingerichtet. Der kubusförmige Bau dient tagsüber als Workshop- und Symposiumzentrum und wird jeden Abend ab 18 Uhr in eine stylische Veranstaltungslocation verwandelt.

Das Ziel sei es, so die Messe Düsseldorf und der Projektverantwortliche Ralph Scholz, mit dem drupacube diejenigen Printbuyer zu einem Besuch der drupa zu motivieren, die sich weniger für die Technik interessieren, sondern in erster Linie auf der Suche nach innovativen Printprodukten oder neuen Marketingansätzen sind. Gleichzeitig werde aufgezeigt, dass printbasierende Kommunikation eine hochmoderne, unterhaltsame, kreative sowie effiziente Form der Informationsvermittlung ist. Wenn aus diesen Informationsangeboten auch eine gesteigerte Nachfrage entstehe, sei das sicherlich mehr als nur ein erfreulicher Nebenaspekt. Einen Marketing- und Verlagsverantwortlichen interessiere es weniger, mit welcher Technologie ein Duckprodukt realisiert wird. Für ihn ist entscheidend, welchen neuen kommunikativen oder wirtschaftlichen Benefit er mit dieser Technologie erreichen kann. Und genau diese Information finde er im drupacube.

Der Tag des Buches wird dort am 10. Juni 2008 von der Akademie des Deutschen Buchhandels veranstaltet.


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