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	<title>Kommentare zu: Drucker, Büchermacher oder Verleger?</title>
	<link>http://www.schweizer-degen.com/2008/03/26/drucker-buchermacher-oder-verleger/</link>
	<description>Print &#38; Publishing Consulting</description>
	<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 13:38:13 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Martin Z. Schröder</title>
		<link>http://www.schweizer-degen.com/2008/03/26/drucker-buchermacher-oder-verleger/#comment-1056</link>
		<dc:creator>Martin Z. Schröder</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 17:28:12 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schweizer-degen.com/2008/03/26/drucker-buchermacher-oder-verleger/#comment-1056</guid>
		<description>Besten Dank! Wirklich ausführlich ist die Quelle nicht. Man weiß offenbar wenig. Nicht mal das Metall ist bekannt, aus dem die koreanischen Typen gegossen wurden. Das Verfahren konnte sich offenbar nicht durchsetzen, es gibt nur ein frühes Zeugnis (einige schlichte Seiten), und von einem Vergleich mit Gutenbergs Erfindung, die eine Revolution auslöste, kann nicht die Rede sein, wenn die koreanische Erfindung über Jahrhunderte vergessen wurde und nichts aus ihr folgte. Die Bedeutung von Gutenbergs Erfindungen, ihre Nutzung und ihre technische Reife sind singulär, die Geschichte ihrer Verbreitung ebenso einzigartig.

Den Hochdruck selbst gab es vor Gutenberg nicht nur in China, sondern auch in Europa: im Holzschnitt. Es war für Textpublikationen nur schrecklich mühsam.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Besten Dank! Wirklich ausführlich ist die Quelle nicht. Man weiß offenbar wenig. Nicht mal das Metall ist bekannt, aus dem die koreanischen Typen gegossen wurden. Das Verfahren konnte sich offenbar nicht durchsetzen, es gibt nur ein frühes Zeugnis (einige schlichte Seiten), und von einem Vergleich mit Gutenbergs Erfindung, die eine Revolution auslöste, kann nicht die Rede sein, wenn die koreanische Erfindung über Jahrhunderte vergessen wurde und nichts aus ihr folgte. Die Bedeutung von Gutenbergs Erfindungen, ihre Nutzung und ihre technische Reife sind singulär, die Geschichte ihrer Verbreitung ebenso einzigartig.</p>
<p>Den Hochdruck selbst gab es vor Gutenberg nicht nur in China, sondern auch in Europa: im Holzschnitt. Es war für Textpublikationen nur schrecklich mühsam.</p>
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		<title>Von: jf_woll</title>
		<link>http://www.schweizer-degen.com/2008/03/26/drucker-buchermacher-oder-verleger/#comment-1053</link>
		<dc:creator>jf_woll</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 12:30:37 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schweizer-degen.com/2008/03/26/drucker-buchermacher-oder-verleger/#comment-1053</guid>
		<description>Die Koreaner haben tatsächlich bleierne Letter Jahrzehnte vor Gutenberg gegossen. Die Matrizen waren nicht in Kupfer geschlagen, sondern aus Ton geformt. 
Sehr ausführlich dazu:
http://www.jikjiworld.net/content/english/jikji/main.jsp
Ich freue mich, dass Sie die Qualitätslanze für Gutenberg brechen, aber auch, dass die Unesco das Jikji seit 2001 zu dem Weltkulturerbe zählt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Koreaner haben tatsächlich bleierne Letter Jahrzehnte vor Gutenberg gegossen. Die Matrizen waren nicht in Kupfer geschlagen, sondern aus Ton geformt.<br />
Sehr ausführlich dazu:<br />
<a href="http://www.jikjiworld.net/content/english/jikji/main.jsp" rel="nofollow">http://www.jikjiworld.net/content/english/jikji/main.jsp</a><br />
Ich freue mich, dass Sie die Qualitätslanze für Gutenberg brechen, aber auch, dass die Unesco das Jikji seit 2001 zu dem Weltkulturerbe zählt.</p>
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		<title>Von: Martin Z. Schröder</title>
		<link>http://www.schweizer-degen.com/2008/03/26/drucker-buchermacher-oder-verleger/#comment-1051</link>
		<dc:creator>Martin Z. Schröder</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 08:12:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.schweizer-degen.com/2008/03/26/drucker-buchermacher-oder-verleger/#comment-1051</guid>
		<description>Man liest immer wieder mal, Koreaner oder Chinesen hätten vor Gutenberg ... - mir ist lediglich etwas von Sandformen zu Ohren gekommen, in die Metall gegossen worden sein soll. Herausragend an Gutenbergs Erfindung ist der Handgießapparat. Niemand zuvor hat Matrizen geschnitten und in Kupfer geschlagen und exakt ausgegossen. Wenn man Metall in Sand gießt, dürfte sich kaum ein scharfes Bild eines Zeichens davon drucken lassen. Wo gibt es denn das zu sehen, was in China oder anderswo in Asien vor 1400 gemacht worden sein soll? Und was sind metallene Mobillettern? Wer hat wo vor Gutenberg aus Blei Lettern gegossen?

Hätte G. seine (ungebundenen) Bibeln (also Druckbogen im Ballen) verkaufen können, wäre er nicht pleite gegangen und sein Betrieb nicht von Fust übernommen worden. Gutenberg hatte allenfalls Zusagen, möglicherweise auch sichere, aber Geld hat er wohl nicht gesehen. Seine Nachfolger haben die Arbeit abgeschlossen, Gutenberg war als Erfinder und Unternehmer Genie und Pechvogel in einer Person.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man liest immer wieder mal, Koreaner oder Chinesen hätten vor Gutenberg &#8230; - mir ist lediglich etwas von Sandformen zu Ohren gekommen, in die Metall gegossen worden sein soll. Herausragend an Gutenbergs Erfindung ist der Handgießapparat. Niemand zuvor hat Matrizen geschnitten und in Kupfer geschlagen und exakt ausgegossen. Wenn man Metall in Sand gießt, dürfte sich kaum ein scharfes Bild eines Zeichens davon drucken lassen. Wo gibt es denn das zu sehen, was in China oder anderswo in Asien vor 1400 gemacht worden sein soll? Und was sind metallene Mobillettern? Wer hat wo vor Gutenberg aus Blei Lettern gegossen?</p>
<p>Hätte G. seine (ungebundenen) Bibeln (also Druckbogen im Ballen) verkaufen können, wäre er nicht pleite gegangen und sein Betrieb nicht von Fust übernommen worden. Gutenberg hatte allenfalls Zusagen, möglicherweise auch sichere, aber Geld hat er wohl nicht gesehen. Seine Nachfolger haben die Arbeit abgeschlossen, Gutenberg war als Erfinder und Unternehmer Genie und Pechvogel in einer Person.</p>
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