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Print versus online …
»Holtzbrinck stößt Print ab und kauft Online-Vermarkter« so die Schlagzeile bei Peter Turi, die mit »Bye,bye Print - hello Web« unkt, und Bezug auf die neuesten Kauf- und Verkaufsaktivitäten Stefan von Holtzbrincks anspielt: Da wird eine Zeitung abgestoßen und ein Onlinevermarkter erworben. Er sei »webaffin bis in die Haarspitzen«, baute »sein Haus, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, immer stärker auf Pixel, Bits & Bytes statt auf Papier und Druckerschwärze.«
Dagegen wettert beyondprint, die »Zeitung stirbt nicht aus!«, und berichtet über helle Einigkeit, die beim Printmedienforum 2008 geherrscht habe. Bayerns Medienminister und Staatskanzleichef Eberhard Sinner (CSU) muß es schließlich wissen: »Erst galt das Radio, dann Fernsehen und nun das Internet als tödliche Bedrohung, aber die Zeitungen und Zeitschriften gibt es immer noch.«
Als ginge es hier um ein Entweder-Oder. Völlig falsch, so meine Ansicht, Medienorchestrierung lautet das Gebot der Stunde. Medienkonvergenz die salomonische Antwort auf die mediale Keiltreiberei: Inhalte müssten sich da konzertieren und konzentrieren, wo sich der Nutzer (mal Leser, mal Informationssuchender, mal Genießer, mal Konsument) aufhält, müssten ihm in der Form zugetragen, die ihm angenehm, kommod und praktikabel erscheint: mobil, online, audiovisuell oder einfach gedruckt.
Vertreter der »Neuen Welt« denken da weniger in strengen Konventionen. Da hören wir versöhnliche Stimmen: Die Nutzer gingen auch im Internet nach dem Inhalt, so Terry von Bibra, Geschäftsführer von Yahoo Deutschland. Schließlich könnten den »wir nicht schaffen, den schaffen am besten die Journalisten der führenden Zeitungsverlage«. Und auch Dorothee Ritz, Managerin bei Microsoft Deutschland, ist sich sicher »Print bleibt am Leben«, auch wenn sie mittelfristig von einem Gratiszeitungsangebot auch in Deutschland ausgeht.
Ist da Stefan von Holtzbrinck seiner Zeit oder einfach seinem Wettbewerb voraus?
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