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gwa-Herbstmonitor mit alarmierenden Prognosen für die Druckbranche.

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA erwartet 2008 für die Agenturbranche ein Umsatzwachstum von nur 2-3 Prozent und prognostiziert für 2009 ein noch schwächeres Ergebnis. Die Frühjahrsprognose von 5,5 Prozent wurde damit massiv korrigiert.

Holger Jung, GWA Präsident warnt davor, im Marketing auf einen Sparkurs zu setzen: »Das Marketing bekommt die Konjunkturflaute wieder deutlich zu spüren, wie unsere Umfragen zeigen. Wir warnen aber unsere Partner in den Unternehmen davor, aus vorauseilender Konjunkturdepression, jetzt wieder beim Marketing zu stark auf die Bremse zu treten. In vielen Fällen empfiehlt es sich, die Chancen im Markt gegen die Wettbewerber durch offensives Marketing zu nutzen. Die Negativ-Spirale »Kein Marketing – kein Konsum – kein Wachstum«, die wir 2002 in einer empirischen Studie mit BBDO nachgewiesen haben, darf sich nicht wiederholen.«

Der Herbstmonitor der gwa steht zum Download zur Verfügung. Die Wachstumsprognosen fallen für 2009 geringer aus als das BIP. Für die Druckbranche sind die erwartet starken Umsatzentwicklungen im Onlinebereich besonders alarmierend:

Betrug der Anteil der Onlinewerbung 2005 nur 8 Prozent der Gesamtumsatzes der Agenturen, sind es aktuell 14 Prozent. Für 2012 werden sogar 22 % Prozent erwartet. 77 Prozent der gwa-Mitglieder konstatieren einen gestiegenen Kostendruck (ein weiterer Indikator, der für die Druckbranche relevant sein mag). Die Einschätzung war zuletzt 2002 so negativ gewesen. Auch im europäischen Vergleich würden die Werbeinvestitionen in Deutschland zu langsam gesteigert. Dem dringenden Aufruf des gwa, mit dem der Herbstmonitor schließt, sollte sich nicht nur die Grafische Industrie anschliessen: »Gerade jetzt beim Marketing offensiv bleiben!«


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