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Ist das Gutenbergzeitalter vorbei?
»Print hat keine Krise, denn Krise heißt, dass es wieder besser wird - und daran glaube ich nicht!«, so Verleger Dirk Ippen, anläßlich des media coffee der news aktuell vergangene Woche in München. Drei Dinge seien dafür ursächlich, so die Diskutanten: Zum einen das sich änderne Nutzerverhalten, die aktuelle angespannte wirtschaftliche Situation und schließlich die »Beliebigkeit der Medien«, die nur noch austauschbare Inhalte bereit stellten.
Dass neue Medien alte nicht gänzlich verdrängten, sondern nur ergänzten (das so genannte Riepl’sche Gesetz) hält Clay Shirky laut einem Kress-Interview für blanken Humbug: »Dass Medien nicht verschwinden, ist eine Fantasie«, so der amerikanische Social Media-Experte.
In dem Interview (hier geht es zum Volltext) äußert der Professor seine Verwunderung über die »großen Beharrungskräfte der traditionellen Medien« wo doch die Print-Industrie »jedes Jahr sichtbar« schrumpfe. Was die Zukunft der Printmedien beträfe, sei er noch pessimistischer als vor drei Jahren: »In den Unternehmen herrscht ein Bürgerkrieg – einige wollen digitale Medien nutzen, andere wollen, dass sie verschwinden.«
Und wie die Zukunft laut Dirk Ippen aussieht? »Wir stehen im Sturm und im Sturm ist es immer schwierig zu sehen, was Gutes daraus werden kann. Das Gutenbergzeitalter ist vorbei, aber das Neue muss nicht schlechter sein.«
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