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Was können Verlage von B2B-Communities lernen?

Gestern erst hatte die Buchmesse die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die Auskunft darüber gibt, wie stark Buchprofis Social Media nutzen. Was aber die Unternehmen von Social Web, insbesondere B2B-Communities wie XING lernen können, das war Gegenstand eines Vortrages, den ich einen Tag zuvor während des Strategiegipfels »Verlag 3.0. Geschäftsmodelle für den digitalen Verlag« der Akademie des Deutschen Buchhandels halten durfte.

Interessanterweise versammeln sich viele Partner, Kunden, Multiplikatoren und Lieferanten (kurz: Stakeholder) der Medienunternehmen in den Communities. Und trotzdem nutzen Verlag kaum das Potenzial, das diese Plattformen bieten. Verlage fallen uns kaum durch ein Engagement in Themen- oder Branchengruppen auf, nutzen kaum Diskussionsrunden oder Gesuche anderer Mitglieder, um die eigenen Kernkompetenzen, Produkte und Services zu verstärken. Dabei sind in Fachverlagen die Services, insbesondere das Veranstalten von Messen und Kongresse, die letzten relevanten Wachstumsbereiche. Das gilt im Übrigen nicht nur für Verlage: In XING wurden 2008 über 90.000 Events abgewickelt. Über 26.000 Communities (Gruppen) formieren sich mittlerweile in Europas führendem Business-Netzwerk XING.

Themen besetzen, Stakeholder incentivieren, Nutzer aggregieren

Das sind nicht nur die Optionen, die sich den Verlagen in Social und Business Communities bieten, sondern die Hauptaufgaben zukünftig erfolgreicher Medienhäuser. Sie müssen - so das Fazit des Vortrages, der auch in Kurzform (Handout Woll Verlag 3-0 2,3 MB) zum Download bereit steht - die Bedürfnisse der Nutzer abfragen und befriedigen und den Markt dort bedienen, wo er sich befindet.

»Erst die Zielgruppe, dann das Geschäftsmodell« so zitiert das Börsenblatt Frank Antwerpes, Chef von DocCheck, der an der Diskussionsrunde teilnahm, und bringt die Herausforderung auf den Punkt. Hier der anhängige Bericht über den Vormittag der eintägigen Konferenz.


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