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Content + Community = Kontext? Burda steigt bei XING ein
Gestern erreichte uns die Meldung, dass die Burda Digital GmbH, eine 100 Prozent Tochter der Hubert Burda Media, 25,1 Prozent der börsennotierten XING AG übernommen hat und damit größter Aktionär ist. Das ist ein Großteil der Stammaktien, die Lars Hinrichs, Gründer von XING hielt. XING sieht darin, so Dr. Stefan Groß-Selbeck, Vorstandsvorsitzender der Hamburger XING AG. »viel versprechendes Marktpotenzial, um weiter erfolgreich und profitabel zu wachsen.«
Für Burda ist das nicht das erste Engagement im digitalen Business. Rund 25% des Gesamtumsatzes werden bereits im Digitalbereichs des Unternehmens generiert. Verleger Dr. Hubert Burda sieht in der der Beteiligung »einen wichtigen Schritt im Zuge des Ausbaus der digitalen Aktivitäten des Unternehmens«. Neben den Engagement CHIP, COMPUTERUNIVERSE.NET, CYBERPORT sowie HOLIDAYCHECK und ELITEMEDIANET, GLAM MEDIA, GAMEDUELL und ZOOPLUS 2009 gibt es summarum 41 Beteiligungen im digitalen Geschäft.
Mit 48 Millionen Euro wird die Übernahme taxiert. Wir fragen uns, welche Synergieeffekte sich für Burda unittelbar ergeben mögen. Fest zu stehen scheint, dass hier nicht spekulative Motive, sondern strategische Gründe der Auslöser für Akquisition sind. Mit der Tochter Tomorrow Focus AG könnte die Vermarktung der Werbeplätze zukünftig bei Burda landen. Auch inhaltliche Kooperationen, die XING bereits u.a. mit der Welt betreibt, könnten durch Content aus der Burda-Gruppe angestoßen werden.
»Die Verlage suchen intensiv nach neuen Wegen«, so zitiert die FTD Verleger Burda am Mittwoch beim VDZ-Jahreskongress. Das Printgeschäft stünde steht nicht nur wegen der Krise auf dem Werbemarkt unter Druck. Doch »auch wenn die Veränderungen des Geschäfts umwälzender denn je sind, zeichnen sich viele neue Chancen ab«, sagte Burda gegen über der FTD.
Mögen mit dem Einstieg bei XING möglicherweise die Weichen für eine zukünftige Monetarisierung von Content gestellt sein? Wir meinen, dazu muss Content sich ausschließlich nach den Informationsbedürfnissen der Nutzer richten, dürfe nicht als Flut, sondern müsse als Bereicherung wahrgenommen werden können. Das kann sich nur an dem Verhalten der Nutzer, an der Art und Weise ihrer Informationsbeschaffung orientieren. Und die ist innerhalb einer virulenten Community messbar. Zumindest in der Theorie.
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- Publiziert:
- 19.11.2009 / 11:19
- Kategorie:
- Communities, Markt, Publisher
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