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Stöckchen-Benchmarking für Marketing-Blogs

Angeregt durch den Blogartikel von Klaus Eck mit gleichnamigen Titel will ich das mir zugespielte Stöckchen aufgreifen und mich an die Beantwortung der vier Schlüsselfragen machen. Eines vorweg: Mich freut’s, mich, bzw. mein Blog in die Staffelreihe der Marketing-Blogs gestellt zu wissen. Schließlich erging die Einladung gleichfalls an Jochen Mai (Karrierebibel), Ralf Zosel (Beck Blog), Bernd Pitz und Ehrhardt F. Heinold. Mein Blog ist bestimmt (abgesehen von Ralf Zosels Beck Blog, zu dessen Initiative Klaus Eck und ich unterstützend rieten) eines der jüngeren im Benchmark. Zu den Fragen:

1. Seit wann gibt es das Blog?

Der erste Beitrag datiert auf den 9. Oktober 2007. Da erläuterte ich kurz, was ein »Schweizer Degen« sei. In den Anfängen führte ich das Blog parallel auf den Seiten von wordpress, entschied mich aber, ausschließlich auf meinen eigenem Server zu arbeiten. Das mag den Support erschweren, die Vernetzung verlangsamen, aber der Verlagsmensch in mir hat gerne die gefühlte Hoheit über die eigenen Daten.

Kurzum: Seitdem sind etwa 100 Beiträge erschienen, von den über 3.500 Kommentaren hat mich Akismet in 3.470 Fällen vor Spam bewahrt. Die anderen Kommentare sind mir so lieb, da persönlich. Der Schweizer Degen mag doppelt scharf sein, seine Zunge ist es nicht, und seine virale Onlinegewalt auch nicht.

2. Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?

Ich war jung und brauchte eine Seite. Scherz beiseite. Ein Blog ist die schnellste, günstigste, komfortabelste, lauteste, ja, beste Möglichkeit, eine eigene Seite zu unterhalten, zu pflegen, zu bewerben. Mein Blog ist – aber bitte nicht weitersagen – eigentlich eine Homepage. Oder nennen wir es Blogpage. Ich habe aber noch ein echtes Blog: Jung, wild, (sprach)kritisch: da geht es nicht um Business oder Darstellung oder Präsenz, sondern nur um Kommunikation! www.sprachstolpereien.de Untertitel: Dagegen hab‘ ich was!

3. Welchen Zweck hat das Blog?

Zunächst ging es mir darum, mein Portfolio zu präsentieren. Eine Leistungsschau, die zur Nabelschau verkam. Dann aggregierte ich wie wild Branchennachrichten aus aller (Druck- und Medien)Welt. Heute stift ich Beiträge, die ich für dringlich, dinglich oder klug erachte (IMHO) und freue mich über den Austausch mit Kollegen. Für die Kommunikation bevorzuge ich eher die sozialen Netze. Allen voran XING und dort insbesondere meine Gruppen XING Community München und Print & Produktion. Und die realen Treffen, die ich für beide Gruppen veranstalte.

Mein Blog habe ich eben erweitert: Um die Reiter bzw. Portfolio Events und Karrierecenter. Weiteres in Bälde.

4. Was hat das Blog bisher »gebracht«?

Anerkennung und Aufruhr! In einem Fall wurde mir nahe gelegt, einen Artikel zu entfernen. In einem anderen Fall, erhielt ich einen Auftrag und gewann einen Kunden. Dieser schrieb: »völlig beeindruckt habe ich Ihre Homepage angeschaut. Eigentlich wollte ich nur Ihre Telefon-Nummer herausfinden.« Das motiviert!

Ja, und dann werde ich auch einfach ganz oft ignoriert! Und daran wachsen ich und mein »zweischneidiges« Blog gleichermaßen.

An wen könnte ich das Stöckchen nun weitergeben? Vielleicht an Peter Turi, den ich gestern anlässlich des media coffees endlich persönlich kennenlernte? Oder Herrn Knüwer von der indiskreten Ehrensache, der gestern dort die Diskussion anheizte, als er den traditionellen Blattmachern Inkompetenz vorwarf und dem Fernsehen einen baldigen Exitus voraussagte? Oder eben unseren Gastgeber, Herrn Jens Petersen? Das Blog-Stöckchen Journalisten zuwerfen? Da hoffe ich nur, dass sich die Stöckchen nicht als Bumerang entpuppen?


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