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Homo heidelbergensis. Was sind die erfolgreichen Strategien gegen das Aussterben?

Nach erfolgreichen Überlebensstrategien muss der Vorläufer, der nun in und um Heidelberg angesiedelten Menschen und Unternehmen, nicht mehr ringen. Der Homo heidelbergensis ist längst ausgestorben. Die Hominiden dieser Art werden dem pleistozänen Europa zugeordnet und lebten vor 600.000 bis 200.000 Jahren.

Wir beschäftigen uns lieber mit den noch lebenden und aktiven Heidelbergen, allen voran dem gleichlautenden Unternehmen.

»Auf ein Wort«, so der Titel der Kolumne in dem Fachmagazin »Druck und Medien«, in dessen aktueller Februarausgabe ein leiser Abgesang auf das Unternehmen eingestimmt wird:

»Wenn der Sturm der Veränderung weht, bauen die einen Windmühlen, die anderen Mauern, ja, und Dritte bauen großformatige Druckmaschinen. […] Man muss kein Analyst sein, um zu erkennen, dass in einem übersättigten Markt die Strategie der Produktionssteigerung keine nachhaltige Wirkung zeigen kann. Und so wunderten wir uns auf der Drupa, dass Heidelberg auf schiere Größe setzte, während die tragenden Themen und Trends Richtung Individualisierung, Digitalisierung, Automatisierung, ja auch Nachhaltigkeit wiesen: Wettbewerbsfähigkeit für grafische Betriebe durch Differenzierung. Zukunftsfähigkeit durch Marktnähe.«

Aber wie kann ein Anbieter, der auf Effizienzsteigerung getrimmt ist, sich über Stückzahl, Tonnagen und HEI-Quality definiert, in einem rückläufigen Markt überleben? Rückbesinnung auf Kernkompetenzen bedeutet die eine Antwort, neue Demut (frei nach Dirk Ippen) eine Andere, der Kolumnist [Disclaimer: ist zugleich auch Autor dieses Blogs] postuliert den Abschied vom tradierten Geschäftsmodell: »Heidelberg stand früher für Innovation und Effizienz. War strategischer Partner, wenn es darum ging, Informationen zu multiplizieren. Das geschah früher in Print […] der Markt signalisiert deutlich, dass auch die Zukunft der Informationsvermittlung anders aussehen wird!«

Ergänzend empfehlen wir die Lektüre eines Beitrages aus dem Manager Magazin vom 9.2.2010 über Heidelberg Druckmaschinen AG: »Heidelberger Druck braucht endlich einen Neuanfang, innovative Ideen, mutige Schritte nach vorn. Die allerdings wird es mit der schon so lange amtierenden Aussitzer-Crew an der Konzernspitze nicht geben«


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