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VVA meldet Insolvenz an

Starker Tobak! Nach Meldung von Horizont.Net stellten die Vereinigten Verlagsanstalten (VVA) Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Die VVA ist ein Full-Service-Mediendienstleister, der neben CD- und CI-Entwicklung, Zeitschriften-Konzeption und redaktioneller Umsetzung, auch Druck und Versand, komplette Web-Auftritte und Datenbanklösungen bis hin zu Konzeptionierung von Events und deren Umsetzung abwickelte.

Besonders bitter: Unter dem Dach der VVA sind 17 Special Interest Verlage mit Schwerpunkt auf die Bereiche Test & Technik, Buch & Kultur und Bauen & Wohnen organisiert. Dazu kommen noch Engagements in den Bereichen Medizin & Gesundheit.

Obwohl die VVA damit die gesamte Wertschöpfungskette von Medienkonzeption, Inhaltserstellung und -aufbereitung sowie Produktion und medienübergreifende Distribution abdeckte, war es dem Unternehmen offensichtlich nicht möglich, hier auch wertschöpfend zu wirtschaften. Von dem eingereichten Insolvenzantrag sind nach Auskunft von Horizont etwa die Hälfte der 700 Mitarbeiter betroffen. Derzeit , so Horizont »verschafft sich ein Expertenteam den Überblick über die Vermögenssituation und die Beteiligungsverhältnisse der komplexen Gesellschaftsstruktur. Erste vorläufige Ergebnisse werden laut Rechtsanwalt Horst Piepenburg, dem vorläufigen Insolvenzverwalter, innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet.«

Für meinen Begriff ist das ein warnendes Signal an alle Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse auf Diversifikation ausgerichtet haben und versäumten, die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen rechtzeitig zu aggregieren, relevante Nischen zu besetzen oder in neue effiziente Geschäftsmodelle zu investieren.


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