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Studie über »Zukunft Informations- und Kommunikationstechnologie und Medien« vorgestellt.

Im Rahmen des Langzeitprojektes »Zukunft der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien« wurde die Studie »Offen für die Zukunft – Offen in die Zukunft« (PDF, 4,78 MB) von den Herausgebern Münchner Kreis, EICT, Deutsche Telekom, TNS Infratest, Siemens, Vodafone, SAP, Telefónica O2, ZDF sowie den Förderern Focus, VDE, Sony, Deutsche Bank, Opera und Daimler durchgeführt und Anfang November vorgestellt.

Die Studie verfolgt das Ziel, Einblicke in die langfristigen Entwicklungen der IKT und Medien zu erhalten. Hierfür wurden Experten zu ihrer Einschätzung der Trends in diesen Branchen bis zum Jahr 2030 im Rahmen einer wissenschaftlich fundierten, international angelegten Delphi-Studie befragt.

Medienmarkt in massivem Umbruch

Der am stärksten im Umbruch befindliche Markt ist der Medienmarkt. Die einhellige Meinung der Experten weist auf einen Umbruch bei der Medienaufbereitung und –nutzung hin. Davon sind nicht nur die Printmedien betroffen. Bei Radio- und Fernsehgeräten übertreffen sich zum Beispiel Gerätehersteller mit der Integration des Internets, um gewohnte Bedien- und Erlebniswelten in das neue Medium nahtlos zu integrieren.

Zwar sei dieser Effekt in Deutschland im Bereich der Printmedien noch nicht ausgeprägt, man müsse aber bedenken, dass Amazon bereits in 2010 mehr elektronische Bücher als Hardcover-Bücher verkauft.

88 Prozent der Deutschland-Experten und sogar 92 Prozent der Experten für andere europäische Länder erwarten, dass Informations- und Kommunikationstechnologien im Mediensektor eine sehr bis äußerst starke Veränderung bis 2020 bedingten; nur jeweils zwei Prozent der Experten sehen weniger starke Veränderungen im Medienbereich.

Damit sind die großen Herausforderung des nächsten Jahrzehnts für Medienunternehmen nicht nur die Digitalisierung der Informationen, sondern mehr noch die Entwicklung tragfähiger digitaler Geschäftsmodelle. In vielen Wachstumsmärkten hat – so die Experten – Deutschland Potenziale, die eine Vorreiter und Spitzenposition ermöglichen.

Es fehle in Deutschland aber zu oft an so genannten hybriden Innovationen, die neue Ideen in Produkten und Dienstleistungen mit neuen Markt- und Geschäftsstrategien kombinieren und vorantreiben.

Auf einer gemeinsamen Veranstaltung der XING-Gruppen Media & Publishing und IT-Connection sowie der Messe Düsseldorf informierte Matthias Peterhans, Direktor BD TNS Infratest, ausführlich über die Ergebnisse der Studie.


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