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Wie verteilt sich der Kuchen der viralen Sichtbarkeit?

Darüber, über Messen, die ja per se social sein sollten, und die Beratungsresistenz von Unternehme(r)n, sprach ich mit Dialogmesse-TV auf der B2D in München.


»Social is normal«, so das Credo von Claus Fesel, Leiter zentrales Marketing der DATEV eG. Vielleicht heute noch nicht für Unternehmen, jedoch in einem immer stärkeren Maße für deren Zielgruppen, als da Kunden, Partner, Lieferanten, Multiplikatoren, Mitarbeiter wären. 52 Millionen Onlinenutzer gibt es aktuell in Deutschland. Über 40 Millionen sind davon in sozialen Netzen engagiert, mehr als die Hälfte davon wiederum auf facebook aktiv.

Unverständlich bleibt mir, weshalb Unternehmen die Chancen auf eine attraktive Präsenz, wachsende Reichweiten, Employer Branding, neue Leads, kurz: auf eine zeitgemäße Marktpräsenz nicht oder kaum nutzen. Das gleiche gilt – so mein Interview – für Messen. Da werden große Anstrengungen unternommen, eine Messe als Event zu inszenieren, Aussteller wie Besucher und Multiplikatoren anzuziehen, und nach der Messe – so sollten wir annehmen – sei vor der Messe. Doch viele Veranstalter fallen in einen halbjährigen Dornröschenschlaf und hecheln dann der Aufmerksamkeit, die sie in ihren Zielgruppen aufbauen wollen, mit hängender Zunge hinterher.

Das gilt nicht für alle Messen und nicht alle Unternehmen. Aber noch für den Großteil.
Dabei wird der Kuchen der viralen Sichtbarkeit just verteilt.

Ein Beispiel dazu: Und wenn mein geschätzter Kollege Oliver Gassner sein ego googelt (Eingabe »Oliver«) – und das kann er mit großem Selbstbewußtsein -, dann findet er sich auf der ersten Googleseite zwischen Kahn und Jamie und einem ähnlich lautenden Modelabel wieder. Und das als die Ein-Mann-Social-Media-Marketing-Engine, die da twittert, facebooked, XINGt und bloggt. Wie David gegen Goliath. Und ebenso erfolgreich. Diese Chance bietet sich allen (nicht nur) Unternehmen. Meist gilt hier: First to (Social) Market!

Denn eines ist neu: Marktanteile, die kann man sich in den sozialen Medien nicht kaufen. Die kann man nur entwickeln.


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