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Branchenumfrage zu erfolgreichen Geschäftsmodellen von Druck- und Mediendienstleistern

Der Druck- und Medienmarkt unterliegt einem dynamischen Wandel. So sind in den vergangenen 10 Jahren nicht nur die Auflagen der Tageszeitungen, Publikums- oder Fachzeitschriften massiv (lt. IVW Quartalsstatistik in der Summe über 30 Millionen Exemplare) zurückgegangen, auch die Werbetreibende Wirtschaft investiert immer größere Budgets aus dem Volumina Print in Onlinewerbung oder mobile Anwendungen. Parallel dazu stieg aber die Produktivität der Druckmaschinen deutlich. Der sinkenden Nachfrage begegnete die Druckbranche mit einem steigenden Angebot an Kapazitäten. Diese Schere hatte drastische Ergebnisse zur Folge: Mehr als 40% der Druckunternehmen sind in den vergangenen Jahren vom Markt einfach verschwunden.

Nichtsdestotrotz gibt es zahlreiche erfolgreiche und nachhaltige Geschäftsmodelle für Unternehmen in der Druck- und Medienindustrie.

Zwischen 1. Dezember 2011 und 12. Januar 2012 wurde im Rahmen eines Projektmoduls Management im Masterstudiengang Druck- und Medientechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München unter der Leitung von Professorin Dr. Sabine Wölflick, Lehrstuhl Marketing an der Fakultät für Druck- und Medientechnik, und Unterstützung von Johannes F. Woll, Schweizer Degen.Media & Publishing Consulting eine Branchenumfrage zu erfolgreichen Geschäftsmodellen von Druck- und Mediendienstleistern durchgeführt.

Dabei wurde untersucht, welche Geschäftsmodelle verfolgt und welche Differenzierungsstrategien umgesetzt werden. Darüber hinaus wurde erhoben, welche Märkte adressiert werden, wie sdtark der Wettbewerb ausgeprägt ist und welche Ressourcen aktiviert und Maßnahmen ergriffen werden.

Unterstützt und begleitet wird die Studie vom Bundesverband Druck und Medien e.V. und seinen Landesverbänden sowie den XING-Gruppen Media & Publishing sowie Verlagswesen und Medien.

Insgesamt wurden ca. 45.000 Personen aus der Druck- und Mediendienstleistungsbranche angeschrieben und zur Teilnahme an der Umfrage gebeten. Die Anzahl der getätigten Aufrufe der Seite lag bei 302 Interessenten und mit einer Conversion Rate von 23,2 Prozent ergaben sich 70 vollständige und verwertbare Fragebögen. Bei den Teilnehmern handelte es sich zu einem großen Teil um Geschäftsführer und Angestellte in Führungspositionen.

Wie viele Unternehmen welche Differenzierungsmerkmale angeben, wer welche Strategien verfolgt, um sich einen stabilen Platz im Markt zu sichern und wie die Druck- und Medienbetriebe selbst die Entwicklung bewertet – darüber liefert die Auswertung der Umfrage Aufschluss.

Signifikant ist jedoch, dass bei allen Betriebsgrößen (kleinen, mittelgroßen und großen Unternehmen) am häufigsten die Kernkompetenz Dienstleistung und Service, z.T. in Verbindung mit Leistungsbündelung als die Strategie zur Differenzierung angegeben wurde. Dabei müssen wir uns alle fragen, ob der Markt dieses Selbstverständnis noch als herausragendes Differenzierungsmerkmal wahrnimmt und wertschätzt.

Umfrage Geschäftsmodelle FH MUC WS 2011-12 (*.pdf, 256 KB)


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